Archiv für den Monat Juni 2014

victoria – der schiffsheiler ist zurück 4 / lomerus kämpft!

tagelang war lomerus geknickt und zugleich wütend. die mannschaft aber auch lucia versuchten ihn wieder aufzubauen. er solle sich wehren gegen die intrigen seitens valerius. bevor er mit lucia zum richter ging, bekam er besuch von einem rarius und seiner sklavin. er liess beide sogar auf das schiff. der rarius kam ohne umschweife zum punkt und machte ihm ein friedensangebot. er hatte auch schon alles eingefädelt. scheinbar ging es um hausinterne machtkämpfe, aber das war lomerus egal und er war nicht undankbar. so ging er auf das friedensangebot ein und beschenkte die beiden sogar. einen tropfen seiner kostbarsten essenz gab er der sklavin in die halsbeuge und sagte beiden, dass sie spätestens nach 5 stunden ein gemütliches zimmer gefunden haben mußten. die essenz war noch nicht perfekt, aber sie machte jeden unwiderstehlich. natürlich gab es zwischendrin das übliche mißtrauen und die üblichen drohungen, falls es geift sein sollte… der heiler erklärte ihnen, hätte er vorgehabt sie zu vergiften, so hätte er das schon längst tun können. ein wenig in den paga oder kalana. zufrieden trollten sie sich und lomerus begab sich zum ludus. von da aus gingen lucia und er zum prätor, wo sie einen scheinbar kranken sergius vorfanden. dieser machte sich sodann mit seiner sklavin auf dem weg und kaum außer sichtweite, hörte man schon stöhnen und schreie, die nur der lust entsprungen sein konnten. es klang sehr animalisch.

der prätor bat sie herein und lomerus gab sehr detailliert seine aussagen zu protokoll, beantwortete bereitwillig fragen und konnte, seiner ansicht nach, alle vorwürfe entkräften. außerden bejahte er die frage, ob er es auf einen gerichstprozess ankommen lassen würde, sprich vor gericht aussagen würde. danach gingen sie wieder zum ludus und lomerus entschuldigte sich, er mußte nach der aequitas sehen. am nächsten abend, standen laesio und er an deck, wie der schreiber aus der taverne sie besuchte. er teilte ihnen mit, dass er es auf anderen wege versucht, den kleinen herauszuholen. lomerus paßte das gar nicht. aber nach einigen antworten auf seine fragen gab er sich damit zufrieden, bis der schreiber laesio den finger an die brust stiess. da packte der heiler mit seiner schwieligen hand den hals des schreibers und drückte zu. er versprach ihm, sollte auch nur etwas an dem plan schief gehen, so würde er ihn häuten und in salz pökeln, lebendig! seine augen unterstrichen dieses versprechen. endlich hatte der schreiber kapiert und beschwichtigte ihn. so liessen sie ihn das schiff verlassen.

einen abend später sassen pavidus und lomerus im ludus und der heiler erzählte dem jungen die ganzen neuigkeiten, außer, was den rettungsversuch betraf. lucia kam dazu und ein erbitterter kampf um die trauben auf dem teller enstand zwischen ihr und lomerus. die banane eroberte lomerus mit einer list. diese list liess vedius unaufmerksam werden. er hatte zuvor pavidus beleidigt und die beiden standen sich nun gegenüber. paff, schon hatte vedius die faust von pavidus im gesicht. der nahm es mit humor und schwor, ihn ab jetzt nie wieder schwanz zu nennen, sondern pavidus. lucia war so stolz auf den jungen, dass sie lomerus sogar in die rippen stiess. pavidus war nun anerkannt! sie unterhielten sich noch eine weile und lomerus verabschiedete sich zum schiff.

 

ooc: auf die schnelle ein paar begebenheiten, da meine mitfahrgelegenheit sich verspätet. ich werde ab montag oder dienstag wieder online sein und wünsche euch viele tolle rollenspiele. 🙂

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victoria – der schiffsheiler ist zurück 3 / ein geplatzter traum

verbittert stand lomerus auf der aequitas, die beiden nordmänner und die sklavin am hafen nicht beachtend. er war hier herunter gekommen, um seine wut an den männern auszulassen, die mit den schiffsreparaturen beschäftigt waren. doch diese waren viel schneller vorangekommen, wie gedacht. entgegen seiner miesen laune lobte er die männer. auch für ihr beschaffungsgeschick, denn er wollte gar nicht wissen, woher diese das material hatten. jedenfalls würden sie bald schon in see stechen können, seine dummheit, sich in die intrigen der feinen leute einbinden zu lassen, hinter sich lassend. er liess die beiden tage revue passieren:

den tag zuvor war er als hausheiler im haus crispus unterwegs und schaute nach pavidus. der war sichtlich überrascht, aber auch erfreut, ihn zu sehen. er war zusammen im bad mit seinem ausbilder. es gab ein wenig gefrotzel, welches in ernst umschwang und lomerus sauer werden liess. er wollte keine rechtfertigungen oder ausflüchte des jungen hören und befahl ihm regelrecht, doch nur ein einziges mal auf den rat seiner erfahrenen kameraden zu hören, nur ein einziges mal. danach untersuchte lomerus die hand von pavidus, die gestaucht war, weil der junge vor ein schild geschlagen hat. aus wut. der heiler schmierte die hand dick mit einer kühlenden paste ein und übergab pavidus den tiegel. er sollte sie morgens und abends einschmieren.

lucia kam mit einer anderen frau nach unten, die die sklaven begutachtete. besonders der ausbilder ((sorry für mein mieses namensgedächtnis)) von pavidus hatte es ihr angetan. so ging er mit lucia nach oben und sah nach dem kranken gaius, der aber wieder auf den beinen war, da das treffen seiner kaste anstand. wie es an die tür hämmerte gingen sie nach unten und wurden kaum nach dem öffnen vom administrator und seinen 10 leibwächtern über den haufen gerannt und fast eingequetscht. zeit für lomerus, das haus zu verlassen, was er auch tat. wieder am hafen traf er auf laesio und sie bschlossen, die taverne zu besuchen, nachdem er der dort verweilenden vega einen medizinischen „ratschlag“ gegeben hatte. nachdem laesio und er genug von ansicht der geschnäbel von rotkastigen hatten, trennten sie sich und jeder ging seiner wege. wieder an der taverne vorbeischauend, sah er dann aurora, die im hause atticus lebt. sie kamen schnell ins gespräch, was der blaukastige, der sich dann dazu gesellte wohl weniger gut fand. so verabredeten sich aurora und lomerus für ein treffen an einem anderen tag.

am nächsten tag ging lomerus ins badehaus und reinigte sich gründlich. er schnitt seine fuß- und fingernägel. wusch sich auch hinter den ohren gründlich im bad mit duftenden seifen und zog sich eine saubere tunika an. auch die sandalen reinigte er gründlich. denn heute wollte er auf den heimstein schwören. er ging dann zum magistratsgebäude und lucia begrüßte ihn. gaius konnte zwar nicht persönlich anwesend sein, aber er hatte seine bürgschaft schriftlich verfaßt.

dann war es soweit. der administrator bat die anwesenden, die schwören wollten, einen schritt vorzutreten und ihren freien willen für den schwur zu bekunden und ebenso das bewußtsein über die konsequenzen des schwurs. das tat lomerus. auf einmal erhob sich valerius, das erste schwert, von seinem platz und brachte einwände bzgl. lomerus hervor, warum der den schwur nicht ablegen sollte. schließlich hätte lomerus bürger der stadt bedroht. der administrator fragte nach und lomerus antwortete offen, dass es sich nur um aurora, die frau aus dem norden handeln konnte, die die sklavin des hauses crispus, in dem er der hausheiler sein, bedroht hatte. zuletzt hätte sie ihn mit dem dolch bedroht, obwohl er keine waffe in der hand hielt und sie auch nicht verbal bedroht hatte. valerius nannte noch andere bedrohungen und so übergab der administrator die sache an den prätor und der schwur von lomerus wurde erstmal aufgeschoben. lomerus ging wortlos seiner wege, zum schiff hinunter.

doch diesmal konnte ihn nicht mal ihre schönheit trösten. er hatte sich soviel erhofft. mehr noch, wie zum volkstribun gewählt zu werden, was neue abenteuer versprach, hatte er sich einen spannenden wahlkampf gewünscht. er wollte auf diesem weg das einkommen und die tätigkeiten der crew legalisieren. schutzgeld einzukassieren war ja gut und schön, doch auf dauer eine langweilige tätigkeit. sich auf die kleinlichen und zu einem gewissen teil, in seinen augen, idiotischen intrigen der oberstädler einzulassen ebenso. sie waren seeleute und für solcher art freizeitbeschäftigung gelangweilter feiner leute nicht geschaffen. was ihm gar so zu schaffen machte, waren die scheinbaren übersinnlichen fähigkeiten von der ein oder anderen freien. aber wer weiss schon, vielleicht waren sie einfach von den priesterkönigen begünstigt. wütend hämmerte lomerus die faust auf die reling und brüllte 2 männer an, sich sofort auf die suche nach tontöpfen zu begeben, denn sie würden viele tontöpfe brauchen. doch zuvor würde er sich auf die gerichtsverhandlung einlassen, sollte es zu einer kommen, sowas versprach kurzweil und spannung, beides sachen, die freibeuter lieben.

victoria – der schiffsheiler ist zurück 2 / ein verlorener schwanzvergleich um den krieg zu gewinnen

lomerus sass auf dem bett im hause crispus und erwachte mit der hand am griff des gladius. er war es nicht gewöhnt in beengten häusern und vorallem nicht in engen zimmern zu schlafen. die fremden geräusche, die enge, nicht genug kampffreiheit zu haben, evtl. nur mit den dolchen agieren zu können, all das machte ihn nervös. er stand auf und betrachtete das bild an der wand. es zeigte den hafen und die aequitas in ihrer vollen stolzen größe. irgendwer hier mußte so beindruckt gewesen sein, dass der sie malen liess. ausnahmsweise bekamen seine augen einen warmen ausdruck, diese drängte die kälte, die sonst in ihnen vorherrscht zurück, wie er über die aequitas mit den fingerkuppen streichelte. sie, die herrin der thassa, sie, die allen angriffen und stürmen getrotzt hatte, sie war seine herrin. sie gab ihm auf, was er zu tun hatte, um sie und die seinen zu schützen. sie war seine große liebe, denn sie gab ihm ein heim. sie gewährte ihm schutz und sie brachte im abenteuer. versunken in dem anblick, erinnerte er sich an das gewesene, die überaus ereignisreiche zeit:

fauna hielt wort und besuchte sie am hafen. sie sprach mit ingula, dem navigator und kom. käptn der aequitas. allerdings konnten sie nicht in ruhe sprechen, da der hafen ohren zu haben schien in form einer schneiderin. zumindest konnte sie nicht davon ausgehen, hier kundschaft für ihre hochpreisigen waren zu finden, nach ihrem umzug in die feine oberstadt. ausnahmsweise lud ingula eine frau auf ihr schiff ein. laesio und er stellt sich dann hinter die frau, damit sie zumindest nicht gar so sehr auf dem präsentierteller stand. sie war bereit, alles zu liefern, was für die weiteren reparaturen an der aequitas benötigt wurde. doch der navigator bestand darauf, dass sie sich erst über ihn und seine familie in schendi informieren möge und dann alles schriftlich festzuhalten. schließlich sollten sie handelsschiffe als schutz begeliten oder sogar selbst ladung fassen. laesio und lomerus rollten mit den augen, der navigator entpuppte sich als bürokrat der schlimmsten sorte, statt laesio dankbar zu sein, für das eingefädelte geschäft. aber immerhin, mit dem wenigen material, was ihnen zur verfügung stand, konnten sie zumindest wieder die katapulte aufbauen, um feinde das griechische feuer spüren zu lassen. das feuer, bei dem selbst die steine weinten, wenn sie von getroffen wurden. lomerus hoffte, dass ham, der zimmermann, sich nicht zu sehr mit unwichtigen details aufhielt. die kommunikation mit ihm war schwierig, deshalb beliess es lomerus schlicht auf einfache kurze aussagen ihm gegenüber.

danach kam lomerus mit egil, dem nordmann ins gespräch. dieser sprach von einem vorhaben, welches lukrativ wäre, aber für das er noch männer benötigern würde, zumindest einen. ein grinsen stahl sich in des schiffsheilers gesicht und nachdem er seine bedingungen geäußert hatte, dass das vorhaben nicht das einfache volk oder das haus crispus schaden sollte, stimmte er zu. aber nein, das vorhaben würde wen ganz anderes schädigen und lomerus lachte vor freude auf. langsam fügte sich das puzzle zusammen. plötzlich vernahmen sie gehuste im eingang. lomerus stürmte sofort dahin und wer stand dort, um zu lauschen? seraphina, die heilerin. erst riskierte sie eine große lippe, doch die gewaltbereitschaft von egil und lomerus liessen sie dann gelogene ausflüchte vorbringen, dass sie ja nur ihren ring suchen würde. dann kam der rarius sergius mit sklavinnen im schlepptau dazu. sofort woillte er harsch wissen, was los sei und seraphina heulte sich bei ihm aus. egil erläuterte, dass die frau völlig daneben sei und mal selbst einen heiler aufsuchen sollte, immerhin hatte er ihr in dieser miesen gegend seinen schutz angeboten. lomerus blaffte sie derweil an, wie sie es wagen könnte, kasteninterna öffentlich auszuposaunen. sie sei es doch, die ihm verweigere seine arbeit im heilerhaus zu verrichten und aus angst, ihren gewinn zu schmälern, gegen ihn vorgeht und intrigiert. zeitweise wirkte sergius ein wenig überfordert, was sinn der sache war. so blieb es schlicht bei den üblichen drohungen. er hatte zwar schon sein schwert ein stück herausgezogen, schob es dann aber wieder zurück, nachdem lomerus die hand auf sein gladius legte und den schwertgriff in obszöner geste streichelte. er genoss die kälte, die sich in seinem körper ausbreitete, wie immer in solchen momenten, wo er eins wurde mit dem alten gladius. dieses schwert war ihm fast so wichtig, wie die herrin selbst. hatte er doch dem vorherigen träger nachdem er ihn kampfunfähig verletzt hatte, die eier abgeschnitten und sie ihm in den mund gesteckt. danach das gemächt, um es ebenfalls in den mund zu schieben und die eier so tief nach unten zu drücken, dass er, der verräter, an ihnen erstickte. oh ja… das gladius war zu seinem verlängerten arm geworden. ihm war klar, dass in ihm nur ein heiler gesehen wurde und es kam ihm entgegen. nichts war dümmer, wie einen gegner zu unterschätzen. obwohl er ehrlich war und den männern, die ihn dann und wann bedrohten, sagte, dass er als schiffsheiler auf einem kriegsschiff auch kämpfen mußte, lachten diese nur. nun ja, wenn es soweit war, dann würden sie feststellen, dass er wahr gesprochen hatte.

ingula kam angelaufen und befahl ihn auf das schiff. die roten, ein bendictus und valerius, hatten pavidus geschnappt und in den ludus gebracht, wo der junge gegen ausgebildete gladiatoren kämpfen und sterben sollte, nur weil er der verkleidung als rekrut trug. lomerus war außer sich und versprach, sich darum zu kümmern. sofort machte er sich auf, um lucia zu treffen. hatte er doch schon mit ihr einen guten kontakt durch eine schlichte verwechslung. aber mit dem ergebnis, dass sie und gaius für ihn beim heimsteinschwur zu bürgen und ihn bei der wahl zum volkstribun zu unterstützen. lucia und er hatten viel gemeinsam. beide sprachen sie deutlich und einfach. beiden war das einfach volk wichtig. beiden ging es darum, geklüngel und korruption einen riegel vorzuschieben. ja, lomerus mußte zugeben, lucia beeindruckte ihn sehr. sie führte ihn zu pavidus, der aber mit grün und blau gezeichneten gesicht schlief. sie besprachen ihren plan. zufrieden begab sich lomerus wieder auf das schiff.

am tag später besucht sie ein alter, scheinbar einflußreicher mann, am schiff. er redete in gesalbten worten und ingula antwortete mit der selben art. lomerus staunte nicht schlecht, wie gewählt sich der navigator ausdrücken konnte. nun es ging wie immer um ein geschäft. wenn wir bereit wären, dies und das für den alten mann zu tun, dann wäre dieser bereit… etc. er wußte um die sache mit pavidus und bot seine hilfe an. dazu sollten wir jemanden in der taverne besuchen, er würde immer am würfeltisch sitzen. ingula bestand darauf, dass es legal sein mußte, denn illegal konnten wir selbst und waren sehr geübt darin. der mann versprach in vorleistung zu gehen und dass alles seinen geregelten gang gehen würde.

am nächsten abend gingen sie zu dritt in die taverne und fanden den mann. laesio und lomerus überliessen wieder ingula das reden, fügten nur dann und wann etwas hinzu. der mann forderte gefallen ein, wenn er in der sache mit pavidus tätig sein soll. das, was er einforderte, liess sie grinsen und die antwort des navigators war antwort genug: „unser zweiter name ist diskretion und unser dritter lautet blutbad“. nach dem tavernenbesuch gingen sie noch in die therme, ohne eintritt zu bezahlen, da der empfang nicht besetzt war. zumindest wurde so nicht die ausliegende seife im regal blutig. unten entkleideten sie sich, wobei lomerus seine sachen, vorallem die tasche und das schwert in seine nähe legte und den gurt mit den dolchen gar nicht ablegte. ingula bezeichnete ihn erneut als pottsau, wie lomerus bemerkte, dass er es nicht mehr geschafft hatte, auf die latrine zu gehen und das wasser doch so schön warm sei. vielleicht war es nur ein zufall, dass laesio und der navigator in ein anderes becken wechselten. lomerus wurde langsam müde, daher trocknete er sich ab, zog sich an und verabschiedete sich von seinen kameraden, die das wasser sicherlich noch mit der ein oder andere körperflüssigkeit mischen würde.

tags drauf, begab sich lomerus in die stadt und sah aurora mit einer sklavin und das erste schwert, valerius. der kerl, der sich an kleine jungs vergriff und diese sterben sehen wollte. aurora begann sofort zu giften, lomerus konterte. valerius mahnte. zum schluss gingen aurora und die sklavin, die er schon mal im hause crispus gesehen hatte abseits. valerius gin auch seiner wege und lomerus folgte aurora. so konnte er vernehmen, dass es um ein essen im haus crispus ging, welch eine freie dazu verführt haben soll, sich einem sklaven hinzugeben. am schluss drohte aurora der sklavin, die sich überaus ehrenhaft verhielt und lomerus schritt ein. ein wort gab das andere und flugs hatte aurora ihren dolch gezogen, nachdem der schiffsheiler sie fragte, ob sie am abein einen juckenden ausschlag hätte oder warum sie immer wieder darüber reiben würde. im dem moment kam valerius mit einem mann mit schwert und bogern zurück. lomerus wunderte sich sehr, waren bögen in der stadt verboten. wieder ein beweis für geklüngel. wieder gab ein wort das andere und valerius drohte lomerus mit einem duell. allerdings brachte der fremde ein gutes argument. lomerus war bis auf die sklavin allein und valerius hatte zwei zeugen. lomerus überlegte fieberhaft. selbst wenn er es schaffen würde, den krieger zu töten, würde er im kerker landen. so versuchte er aus der schlappe eine milde zu machen, in dem er valerius darauf hinwies, wie beeindruckend gut der hafen von der mauer aus zu sehen ist und der hof der villa, am ende des hafenbeckens. der krieger konterte, dass auch er weiss, wo lomerus schlafen würde. ein grinsen stahl sich auf lomerus sein gesicht, denn nein, das wußte valerius nicht. er beliess es aber dabei und meinte schlicht, dass er mit ihm sprechen würde, wenn er keinen volksauflauf mit sich herumschleppen würde. dieser erlaubte ihm zu gehen. beim vorbeigehen, zwinkerte lomerus valerius verschmitzt zu und ging runter zum hafen.

kurze zeit später kamen lucia mit der sklavin, die die auseinandersetzung mit aurora hatte zur aequitas. sie machte ihm einen vorschlag. er soll hausheiler des hauses crispus werden. so brauchen sie nicht die teuren heiler aus der oberstadt zu bezahlen und er hätte auch viele vorteile dadurch. nach dem inneren durchgehen der vorteile stimmte lomerus zu. danach verfielen lomerus und lucia ins flüstern, weil er nicht wußte, ob man der sklavin, die dabei stand, trauen konnte. lucia verstand seine verschlüsselten worte nicht. er wurde dann deutlicher, dass der plan erstmal warten möge, da sie erstmal einen anderen plan in gang gesetzt haben. nun verstand lucia! sie teilte ihm noch mit, dass sie der sklavin ihr leben anvertrauen würde und ab da sprachen sie in normaler lautstärke, bis valerius auftauchte. er war auf dem heimweg und grüßte nur lucia, obwohl der heiler ihn grüßte. der rarius warnte lucia vor herumstreunenden halunken im hafen. diese vorlage konnte lomerus nicht ungenutzt lassen: „in der tat, eine wahre warnung.“ blickte er valerius dabei an. der ging mit einem knappen gruss seiner wege. zusammen gingen sie zu dem ludus, wo lomerus sein zimmer gezeigt bekam. dass dies ein durchgangszimmer war, welches zu einem balkon führt und gaius und lucias zimmer ebenfalls den zugang zum balkon hatten, machte ihm nicht gerade freude. aber, im zweifel hatte er mehr platz, wenn es zum kampf kam. nachdem sich lucia, tiberia und die sklavin verabschiedet hatten, setzte sich lomerus auf das bett und döste, mit der hand am griff seines gladius, ein.

er wendete sich von dem bild ab, zückte pergament, farbe und eine feder aus seiner tasche begann seine rede zu schreiben:

„volk von victoria! ich möchte mich als euer zukünftiger volkstribun vorstellen und euch erklären, warum ihr mich wählen solltet. hört die wahrheit über die kasten und deren mitgliedern im magistrat. über ihre ränke, über ihr geklüngel. der magistrat sollte opfer sein, welcher im gefahrensfall für das volk eintritt. aber statt dessen, knechtet er euch, handwerker, seeleute, frauen und männer. und nun lauscht, denn ich stelle mich und mein leben vor. danach werde ich über die intrigen dieser stadt berichten. danach müßt ihr entscheiden, ob ihr weiter geknechtet werden wollt oder den magistrat wieder für das volk zurück erobern wollt…..“

er schrieb und schrieb. diese rede konnte seinen tod bedeuten. aber er wäre ruhmreich, denn er hätte dann das chaos erweckt. chaos läßt sich nicht regieren, es greift seine gierigen fänge aus und frißt seine gegner mit haut und haar. egal wieviele rotkastigen aufgebracht werden, sie alle werden ihren lebenssaft in den dreckigen rinnsteinen der gassen verlieren. die häuser der reichen und mächtigen werden brennen. einer nach dem anderen wird elendig am pfahl verrecken. chaos, sei gepriesen, eile und handle. vernichte die ordnung und hinterlasse nur zerstörung.

sehr zufrieden mit sich, steckte er das pergament nach dem trocknen in seine tasche, wie auch feder und farbe. wieder stellte er sich vor das bild und streichelte zärtlich die aequitas.

 

ooc: ich werde sicher das ein oder andere vergessen haben, da ich alles nur aus der erinnerung heraus geschrieben habe. für das tägliche festhalten der elebnisse braucht es zeit, die ich durch meine derzeitig sehr angespannte berufliche situation nicht aufbringen kann. daher seht es mir nach. 🙂

victoria – der schiffsheiler ist zurück 1

lomerus sass auf der aequitas und liess das geschehene revue passieren, während er über eine strategie nachdachte, die ihn in den volksmagistrat bringen sollte:

nach dem schweren kampf gegen die unwetter, schleppte sich die herrin der thassa, aequitas, in den hafen von victoria. viele sind den stürmen zum opfer gefallen. fast 4/5 der mannschaft inkl. dem käptn und dem bootsmann, laesio. der schiffsjunge pavidus war schon vorher wie eine feige urt dessertiert. der navigator ingula und der schiffsheiler lomerus waren nun auf sich allein gestellt. ingula lebte nur noch von den kräutern, die lomerus ihm gab, damit er beständig auf innerer reise sein konnte, um nach laesio zu suchen. lomerus wußte, auf den navigator konnte er sich nicht verlassen, in dem zustand, in dem er war.

umso größer die überraschung, wie er pavidus in der unterstadt traf, bei der rede des administrators. schnell war geklärt, dass dieser nur seinen vater suchen wollte. lomerus nannte ihn trotzdem eine feige urt. dann begann das verhängnis… pavidus hatte die rede des administrators falsch verstanden, erstand eine sklavin, die dem stadtoberhaupt in rechnung gestellt werden sollte und verscherbelte die weiter an einen rarius.

nun waren sie zu dritt und einige tage später tauchte laesio zerrupft aber gesund auf. nach einem heftigen streit und schuldgefühlen seitens ingula, wurden die beiden wieder ein herz und eine seele und zu viert machten sie sich daran, zu überlegen, wie sie das stark beschädigte schiff wieder auf vordermann bringen konnten. lomerus, dem die feinen leute schon immer zuwider waren, schlug vor, schutzgeld zu kassieren, zu plündern und zu rauben und er konnte diverse tränke verkaufen. pavidus wollte sein kaufmännisches geschick auf die probe stellen, laesio sein handwerkliches und ingula wollte seekarten zeichnen, neben den kriminellen aktivitäten. tatsächlich verdienten sie gut silber. die leute aus der oberstadt zahlten gut schutzgeld, damit sie unbehelligt im hafen sein konnten. nun ja, hätten sie nicht gezahlt, dann wären sie behelligt worden. und zwar von den waffen der crew.

dann allerdings geriet die sache mit der verscherbelten sklavin außer kontrolle und der rarius, der sie gekauft hatte, drohte lomerus in der taverne, wo lomerus über seine ansichten zu den feinen leuten in den kasten und an den reichen händlern keine zweifel aufkommen liess, ihm den namen des verkäufers herauszuprügeln. onkel des roten wirkte beruhigend auf den krieger ein. doch lomerus drohte dem roten unverhohlen, dass der bis dahin nette abend, immerhin hatte er schon eine sklavin geniessen können, ein sehr unschönes ende nehmen würde, wenn er es nicht gut sein läßt. was bildete sich dieser schwachmat eigentlich ein? sie waren seeleute von einem kriegsschiff und kampferprobt. während die roten in victoria fett und faul ihren dienst verrichteten und sich allenfalls für die weiber aufplusterten, diese vulo-erpel.

die silbersäckel füllten sich zusehends, auch wenn manches „projekt“ wie das ausrauben der gäste in der therme ein reinfall wurde. egal, zum dazulernen war es nie zu spät. doch für die aequitas brauchten sie viel mehr. und zwar gold, viel gold. daher war es eine glückliche fügung, dass sie bei einem schiff die nagelneue takelage klauen konnten. laesio machte sich zwischenzeitlich an die reparatur der balken und planken. da mittlerweile immer mehr nach dem jungen, der die sklavin verkauft hatte, fragten, rieten lomerus und laesio dem jungen, die haare zu färben, zu kürzen eine andere tunika zu tragen und einen anderen namen anzunehmen, was dieser auch tat. zum glück konnten sie, bei zuviel interesse an ihnen, in den unterschlupf in der unterstadt ausweichen.

gestern während der ratsversammlung, gesellte sich lomerus zu laesio der bei einigen weibsvolk und einem aufgeblasenen krieger stand, der meinte, laesio und ihn mit den augen ausziehen zu können, so starrte dieser. lomerus machte das, was er in solchen fällen am liebsten machte, er starrte zurück. nun… das thema drehte sich um schmuggel. sie würden alles bekommen, um das schiff klar zu machen und dafür hätten sie speziellen kalana zu transportieren. kein ding, aber lomerus traute diesen feingewandeten nicht über den weg. immerhin waren sie alle irgendwie mit dem sklavenhaus crispus verbunden, welches die besagte sklavin im besitz hatte. anders ausgedrückt… die feinen leute stanken nach intrigen und osttum.

doch dann tat der ausrufer kund, dass 2 bürger für das volksmagistrat benötigt würden. lomerus war feuer und flamme, wußte er doch, dass ein volksmagistrat während der amtszeit unantastbar war. doch zuvor mußte er bürger werden und würde 2 bürgen benötigen. ebenso darf während des schwurs kein einwand geäußert werden. scheiss bürokratie! so legte er sich nun diesen plan zurecht:

1) zwei bürger finden, die für lomerus bürgen. sollten sie das nicht freiwillig tun, dann würden sie gezwungen werden. schließlich konnte man auch noch ohne arme oder beine bürgen.

2) einwände schon im keim ersticken, sprich die bürger wissen lassen, dass lomerus und die crew auch dann noch in victoria sind, wenn er nicht bürger würde oder die wahl nicht gewinnen würde.

3) sich zur wahl stellen. den bürgern berichten, was er von den feinen leuten hielt. von den heilern, die silber für ihre quacksalbereien nahmen. ja, er würde zugeben, dass sie schutzgeld nahmen, da die rote kaste in victoria völlig unfähig war, um die menschen und ihre läden als söldner zu schützen. doch das geld käme den bürgern wieder zu gute. die eine hälfte des gewinns steckten sie in die reparatur in das kriegsschiff, damit victoria von der voskseite aus geschützt war. und die andere hälfte investierten sie, damit bedürftige kostenfrei geheilt werden konnte, waren viele menschen in der unterstadt doch bettelarm.

4) wollte er sich für eine reichensteuer stark machen, die den menschen in der unterstadt zu gute kommen sollte.

5) den bürgern sein credo verkünden: „für die bürger und nicht gegen die bürger!“

6) sollten die menschen trotz allem abgeneigt sein, ihn zu wählen, so sollte darüber aufgeklärt werden, dass als logische konsequenz die stadt brennen würde.

ein kleines aber feines lächeln zierte lomerus seine lippen…. die spiele waren eröffnet, wenn alles gut ging, dann würde der tod ein feines mahl kredenzt bekommen und lomerus konnte vielleicht sogar sein duftwasser vervollkommnen, das er selbst in den stürmen der thassa wie seinen schatz gehütet hatte. langsam begann er sich so wohl zu fühlen, wie auf der thassa, wenn sie der der see eine sklavin oder ein anderes weib geopfert hatten. ach navigator… lass wieder deine klingen spielen, lass sie wieder schlitzen durch weiches fleisch, lasse sie in dunkles rot tauchen.

 

ooc:

es ist eine zusammenfassung, daher hoffe ich, es stimmt weitgehend, da ich es schlicht aus dem gedächtnis heraus geschrieben habe. und ja, so langsam klappt die installation der verbrecherbande. von victoria selber und den spielern bin ich sehr angetan und während es anfangs für mich ein wenig zähflüssig war, macht es mir mittlerweile sehr grossen spass. ja, im herzen bin ich ein mafiosi! ;P ganz lieben dank an nea und beric für das bereitstellen der sims und des rp-rahmens sowie dass sie nun etwas entzerren, sodass ober- und unterstadt gleichermassen bespielt werden. 🙂

das traumexperiment 3 / hugo alias dr. blendend ist tot, es lebe dr. rosso!

aufgrund sex, gewalt und blut findet ihr das geschehene auf

cuberia for adults. diesmal gibt es sogar bilder mit nackten tatsachen. yay, grunz und so! ;P

 

enjoy!

 

p.s. demnächst werde ich auch wieder über die piratenbande schreiben, die mittlerweile in victoria gestrandet sind und auf deren köpfe schon der ein oder andere preis ausgesetzt ist. geil!