victoria – der schiffsheiler ist zurück 3 / ein geplatzter traum

verbittert stand lomerus auf der aequitas, die beiden nordmänner und die sklavin am hafen nicht beachtend. er war hier herunter gekommen, um seine wut an den männern auszulassen, die mit den schiffsreparaturen beschäftigt waren. doch diese waren viel schneller vorangekommen, wie gedacht. entgegen seiner miesen laune lobte er die männer. auch für ihr beschaffungsgeschick, denn er wollte gar nicht wissen, woher diese das material hatten. jedenfalls würden sie bald schon in see stechen können, seine dummheit, sich in die intrigen der feinen leute einbinden zu lassen, hinter sich lassend. er liess die beiden tage revue passieren:

den tag zuvor war er als hausheiler im haus crispus unterwegs und schaute nach pavidus. der war sichtlich überrascht, aber auch erfreut, ihn zu sehen. er war zusammen im bad mit seinem ausbilder. es gab ein wenig gefrotzel, welches in ernst umschwang und lomerus sauer werden liess. er wollte keine rechtfertigungen oder ausflüchte des jungen hören und befahl ihm regelrecht, doch nur ein einziges mal auf den rat seiner erfahrenen kameraden zu hören, nur ein einziges mal. danach untersuchte lomerus die hand von pavidus, die gestaucht war, weil der junge vor ein schild geschlagen hat. aus wut. der heiler schmierte die hand dick mit einer kühlenden paste ein und übergab pavidus den tiegel. er sollte sie morgens und abends einschmieren.

lucia kam mit einer anderen frau nach unten, die die sklaven begutachtete. besonders der ausbilder ((sorry für mein mieses namensgedächtnis)) von pavidus hatte es ihr angetan. so ging er mit lucia nach oben und sah nach dem kranken gaius, der aber wieder auf den beinen war, da das treffen seiner kaste anstand. wie es an die tür hämmerte gingen sie nach unten und wurden kaum nach dem öffnen vom administrator und seinen 10 leibwächtern über den haufen gerannt und fast eingequetscht. zeit für lomerus, das haus zu verlassen, was er auch tat. wieder am hafen traf er auf laesio und sie bschlossen, die taverne zu besuchen, nachdem er der dort verweilenden vega einen medizinischen „ratschlag“ gegeben hatte. nachdem laesio und er genug von ansicht der geschnäbel von rotkastigen hatten, trennten sie sich und jeder ging seiner wege. wieder an der taverne vorbeischauend, sah er dann aurora, die im hause atticus lebt. sie kamen schnell ins gespräch, was der blaukastige, der sich dann dazu gesellte wohl weniger gut fand. so verabredeten sich aurora und lomerus für ein treffen an einem anderen tag.

am nächsten tag ging lomerus ins badehaus und reinigte sich gründlich. er schnitt seine fuß- und fingernägel. wusch sich auch hinter den ohren gründlich im bad mit duftenden seifen und zog sich eine saubere tunika an. auch die sandalen reinigte er gründlich. denn heute wollte er auf den heimstein schwören. er ging dann zum magistratsgebäude und lucia begrüßte ihn. gaius konnte zwar nicht persönlich anwesend sein, aber er hatte seine bürgschaft schriftlich verfaßt.

dann war es soweit. der administrator bat die anwesenden, die schwören wollten, einen schritt vorzutreten und ihren freien willen für den schwur zu bekunden und ebenso das bewußtsein über die konsequenzen des schwurs. das tat lomerus. auf einmal erhob sich valerius, das erste schwert, von seinem platz und brachte einwände bzgl. lomerus hervor, warum der den schwur nicht ablegen sollte. schließlich hätte lomerus bürger der stadt bedroht. der administrator fragte nach und lomerus antwortete offen, dass es sich nur um aurora, die frau aus dem norden handeln konnte, die die sklavin des hauses crispus, in dem er der hausheiler sein, bedroht hatte. zuletzt hätte sie ihn mit dem dolch bedroht, obwohl er keine waffe in der hand hielt und sie auch nicht verbal bedroht hatte. valerius nannte noch andere bedrohungen und so übergab der administrator die sache an den prätor und der schwur von lomerus wurde erstmal aufgeschoben. lomerus ging wortlos seiner wege, zum schiff hinunter.

doch diesmal konnte ihn nicht mal ihre schönheit trösten. er hatte sich soviel erhofft. mehr noch, wie zum volkstribun gewählt zu werden, was neue abenteuer versprach, hatte er sich einen spannenden wahlkampf gewünscht. er wollte auf diesem weg das einkommen und die tätigkeiten der crew legalisieren. schutzgeld einzukassieren war ja gut und schön, doch auf dauer eine langweilige tätigkeit. sich auf die kleinlichen und zu einem gewissen teil, in seinen augen, idiotischen intrigen der oberstädler einzulassen ebenso. sie waren seeleute und für solcher art freizeitbeschäftigung gelangweilter feiner leute nicht geschaffen. was ihm gar so zu schaffen machte, waren die scheinbaren übersinnlichen fähigkeiten von der ein oder anderen freien. aber wer weiss schon, vielleicht waren sie einfach von den priesterkönigen begünstigt. wütend hämmerte lomerus die faust auf die reling und brüllte 2 männer an, sich sofort auf die suche nach tontöpfen zu begeben, denn sie würden viele tontöpfe brauchen. doch zuvor würde er sich auf die gerichtsverhandlung einlassen, sollte es zu einer kommen, sowas versprach kurzweil und spannung, beides sachen, die freibeuter lieben.

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