Archiv für den Monat Februar 2015

kunstinstallation von moewe winkler: vom schwanken der sanduhr – „da ist doch gar keine sanduhr.“ – „na und?“

vorgestern schickte mir moewe die einladung zur eröffnung ihrer neuesten installation. voller neugier bin ich gestern abend hin, hatte es mir doch schon ihre installationen auf der lea 19 angetan.

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dort angekommen fielen mir zuerst die vielen figuren auf den schwankenden kugeln auf. wenn man näher auf sie zuging so konnte man eine künstliche stimme hören, die moewes gedicht vortrug. bei anderen kugeln wiederum konnte man fast schon meditative klänge hören.

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doch besonders hatten es mir die animierten gitternetzlinien angetan. generell scheinen geflechte eine magische anziehungskraft auf mich auszuüben.

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jedenfalls stand ich rund eine stunde in einem solchen geflecht und dachte über den tieferen sinn der installation nach. man muss verstehen, bei den sachen, die ich so mache, steckt immer ein sinn oder eine geschichte hinter, selbst hinter so albernen wie toilet-war. also zermarterte ich mir das hirn. und nahm mir moewes gedicht vor.

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ganz schulisch begann ich zu interpretieren: werden und vergehen. nicht gestern, nicht morgen, nur heute ist wichtig. daraus resultiert, die sandkörner sind wichtig und diese sind die gitternetze. recht zufrieden mit mir schaute ich noch mal über die installatation und stellte fest… verdammt, die gitter verbinden gar nicht alle kugeln miteinander. so fragte ich moewe und sie schrieb einfach, schulisches interpretieren bringt nichts, entweder es kickt oder eben nicht.

in der tat, damit hatte sie recht, statt wild zu interpretieren und mein hirn zum glühen zu bringen, hätte ich es auch einfach nur geniessen können. ergo, besucht diese installation voller freude und genießt sie mit euren sinnen.

hier geht es zur installation. mehr infos auf moewe’s blog.

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die schande des „j“

j wußte, diesmal war er zu weit gegangen. nicht nur, dass er batboy, genannt dom batsy, wieder einmal verarscht hatte… nein auch catgirl, mistress cat, war schwer enttäuscht von ihm. so fand er sich an den beinen aufgehangen wieder, statt dort im trauten kreis zu stehen und sich dabei zu amüsieren, wie ein banker nach dem anderen seinem wohlverdienten schicksal zugeführt wurde.

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sir zahn stellt sich hinter den vorzuführenden und schaut in die runde, bevor er mit donnernder stimme sagt: „sehr geehrte mitglieder des bundesverbandes der bizarren persönlichkeiten, hiermit begrüße ich sie herzlich zu unserer diesjährigen mitgliedervollversammlung. bevor wir uns nun den einzelnen tagesordnungspunkten zuwenden, darf ich ihnen eine erfreuliche mitteilung verkünden. mistress cat hat uns ihren sklaven „j“ überlassen, um ihn ihnen allen vorzuführen. mistress cat betonte, dass j voll begehbar und behandelbar ist. nur die strümpfe möchte sie im unversehrten zustand zurück bekommen. aber nun erstmal der bericht von unserem kassenwart, sir dirty santa…“

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sir dirty santa räuspert sich und schlägt das beil in den bauch seines nachbarn, um seine gewichtige position innerhalb des bundesverbandes zu unterstreichen: „werte mitglieder, die kasse stimmt in etwa, abzüglich aller sonstigen aufwendungen an beamte, politiker und diverse staatliche organisationen. in dieser sache haben wir unser ziel erreicht und die bundesrepublik deutschland wurde mit der goldenen banane ausgezeichnet, da sie jede bananenrepublik weit hinter sich gelassen hat in sachen korruption. trotz dieses erfreulichen umstandes wird das gesamtbild durch die verfehlung von „j“ getrübt. nachweislich hat er 10,95 euro unterschlagen, die er in strümpfe investiert hat. wenn wir mit ihm fertig sind, dann werden wir die strümpfe in einem sexshop als kommissionsware mit einem gehörigen perversenzuschlag verkaufen. dies sollte nicht nur unsere kosten decken, sondern uns dazu ein schönen gewinn bescheren.“

sir zahn nickt zufrieden und deutet mit den klauen auf „j“: „meine herren, es ist angerichtet.“