der mord und das entgegenkommen von don kendrone / chicago 1928, staffel 1, episode 0.06

schlitzschneid!

 

im archiv des justizgebäudes war richtig was los. scheinbar hatte die staatsanwaltschaft einen dicken fisch an der angel. da dieser aber nicht richter bush betraf, kümmerte sich mary nicht darum. doch sie sah, wie eine blonde frau, vom aussehen her hätte es lilly sein können, papiere im nebenraum in einen umschlag tat. mary betrat den raum und schloss leise die tür. während die andere noch in den akten wühlte, sah mary auf den tisch einen zettel mit aufgeklebten zeitungsauschnitten, so dass folgender text zu lesen war „zahl 5000,- dollar oder du wanderst in den knast. übergabe beim kran am hafen. heute abend, 9:00 uhr. keine bullen!“ mary spürt auf einmal wieder diese hitze in sich aufsteigen. sie zog ihr rasiermesser und schlich sich von hinten an die frau. während sie ihr die hand auf den mund legte, zerschnitt sie erst ihr gesicht und dann ein rascher schnitt durch die kehle. wie sie einigermassen klar wurde, schleppte sie die leiche ins bad und liess sie dort in der dusche ausbluten und reinigte so gut wie möglich den boden des raums. endlich leerte sich das archiv. sie verliess den raum, schloss ihn ab und lief schnell zum krankenhaus. da niemand da war, schnappte sie sich eine liege und sauste zurück. die leiche darauf verfrachtet und zugedeckt, schob sie die liege im schutz der dunkelheit zum hafen.

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mit viel kraft schob sie die liege ächzend über die kaimauer. oh, sie hatte den brief vergessen. mit einer hand die liege festhaltend, wühlte sie mit der anderen hand an der leiche herum, um diesen aus ihrer manteltasche zu ziehen, erstaunt zog sie noch einen weiteren umschlag hervor.

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der liege einen schubs gebend sah mary zu, wie diese in den fluß platschte und langsam unterging. schwer atmend aber sehr mit sich zufrieden schaute mary in den umschlag. aha, weitere steuerunterlagen die don kendrone belastet hätten. nun, er wird sich sicher über das geschenk freuen. in dem zweiten umschlag befanden sich 50 dollar. eine stattliche summe, hierbei konnte es sich nur um bestechungsgeld handeln. mary begab sich auf den weg zu ihrer wohnung, um sich zu säubern, in der hoffnung, niemand in ihrem zustand zu begegnen.

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nachdem mary geduscht, sich angezogen und gegessen hatte, begab sie sich in den cotton-club. der chef bediente höchstpersönlich! sie bat ihn um ein gespräch, sobald es ruhiger für ihn war. dann setzte sie sich an einen tisch und genoss bei einen „tonic-water“ den gesang von sophie, der sängerin mit dem gebärfreudigen becken. eine dame saß an einem tisch weit ab. es waren zudem noch zwei paare im club, eines kannte sie. der arzt und seine schickse. bei dem anderen paar schrieb der mann immer mal wieder etwas in sein notizbuch. nach und nach leerte sich der club und don kendrone setzte sich an ihren tisch. mary schob ihm den umschlag zu, ein weihnachtsgeschenk. außerdem würde eine archivangestellte nun die fische füttern, dafür würde sie aber eine kleine gefälligkeit erwarten. der don fragte ohne umschweife nach ihren wünschen. sie wollte schießscheiben, ein gebäude in dem sie üben konnten und mehr munition. der don sagte ihr alles zu, erwähnte aber, dass das gebäude im gebiet der iren liegt und es dort gefährlich sei. abert das risiko wollte mary eingehen. was sie dem don nicht sagte, sie wollte vor der benutzung des gebäudes die iren aufsuchen. aber er mußte nun nicht wirklich alles wissen.

madeleine burne, die sekretärin von don kendrone, betrat den club und gesellte sich zu ihnen. sophie kam dann dazu. nach ein wenig geplänkel, beschloss mary zu gehen, sprach am ausgang madeleine aber nochmal an und bedankte sich für erteilte buchhaltungshilfe und reichte ihr den umschlag mit den 50 dollar. don kendrone wirkte mit einem mal sehr nachdenklich und madeleine lehnte den umschlag vehement ab. mary verabschiedete sich freundlich und freute sich darauf, dass der don madeleine nun vermutlich herauswerfen würde. sie hoffte allerdings, dass sie es nicht übertrieben hatte und er seiner sekretärin nichts antun würde. so brauste sie nach hause.

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