der don und die mädchen / chicago 1928, staffel 1, episode 0.03

rümpfrüffel!

 

auf die uhr schauend hetzte mary nach draußen und brauste in einem affenzahn durch die stadt zum cafe. sie ärgerte sich darüber, dass sie ein wenig spät dran war, aber der richter hatte ihr kurz zuvor den schreibtisch mit arbeit vollgepackt. sie sollte wohl nicht auf dumme gedanken kommen. ally wartete schon, diesmal auf der terrasse des cafes. mary setzte sich dazu und bestellte sich einen kaffee. ally sah mit ihrer neuen frisur und dem neuen mantel hinreißend aus und das sagte ihr mary auch. natürlich war ally nervös, aber während sie auf lilly warteten, konnte ihr mary die nervosität weitgehend nehmen. im gegenteil, der kleine nervenkitzel spornte sie nach kurzem nachdenken eher an. zuhause hatte sich mary schon einen plan zurecht gelegt. sie wollte mit lilly ins archiv und ein paar kompromittierende informationen mitgehen lassen, um den inhaber des cotton-clubs damit zu erpressen, falls er ally nicht einstellen wollte. aber lilly tauchte nicht auf, was mary und ally sorge bereitete. hoffentlich war nichts passiert!

so mußte ein neuer plan her. mary würde in den club als gast vorgehen und ally nachkommen. sollte der chef sie nicht einstellen, so würde mary aufspringen und dem chef lauthals zu seiner entscheidung gratulieren, dass solche flittchen ja nun nicht wirklich etwas für solch feine clubs wären. sicher, der plan barg etliche risiken, aber ein mann würde sich sicher nicht von einer frau vorschreiben lassen, wie er seinen club zu führen hat. sprich, mary setzte auf das natürliche trotzverhalten. bevor sie aufbrach, schob sie ally noch einen colt unter dem tisch durch. ally wollte ablehnen, aber mary bestand darauf, nur zur sicherheit. dann stand mary auf, ging zu ihrem auto und fuhr zum club. sie parkte direkt hinter den beiden limousinen am eingang, damit sie schnell los konnte, wenn sie und ally flüchten müssen.

sie betrat den club und bemerkte, dass ein tisch mit zwei gentlemen und einer lady besetzt war. ein mann stand auf und verabschiedete sich. im vorbeigehen tippte er grüßend an seinen hut. mary stellte für sich fest, dass das barbarentum niemals aussterben wird. ein wahrer gentleman hätte seinen hut gezogen. sie steuerte den tisch an und grüßte freundlich. der mann bat sie, sich an einen tisch zu setzen und winkte auch gleich der kellnerin. aha, der chef himself, wie es schien. aus der unterhaltung zwischen ihm und dem mädchen konnte sie entnehmen, dass auch sie sich für eine anstellung beworben hatte. vielleicht als empfangsdame, schließlich schien sie aus gutem hause zu sein, da sie das selbe kleid wie mary trug.

der herr bat das mädchen in sein büro und beide standen auf. just in dem moment betrat ally den club und bestaunte betont das ambiente. der chef bat sie, an einen der tische platz zu nehmen. mary begann eine unterhaltung mit ihr und behandelte sie sehr von oben herab. in arroganter weise dozierte sie darüber, wie wichtig manieren doch seien. ally sollte mal nach paris fahren, da würden damen auf händen getragen. die stadt wäre berühmt für ihre galanterie. ally hakte nach, ob paris in texas gemeint wäre. mary rollte mit den augen und erwiederte, dass „natürlich“ paris in europa gemeint sei. dann kamen die beiden aus dem büro zurück, das mädchen setzte sich wieder an ihren platz und der clubbetreiber sprach ally an, die sofort aufsprang. sie stotterte schüchtern ihre frage nach einer anstellung heraus. mary stellte erleichtert fest, dass der mann nicht abgeneigt war und ally in sein büro bat.

so begann mary eine unterhaltung mit der dame, die schon einen job zugesagt bekommen hatte. sie stellte sich als sophie vor und dass sie im club singen wird. allerdings hätte der chef, don kendrone, ihr aufgetragen, sich dem anlass entsprechend neu einzukleiden. sie käme vom land und das wäre ja alles so neu für sie. mary und sophie plauderten angeregt, in dem zuge setzte sich sophie an mary ’s tisch. sie erzählte mary, dass sie das kleid aus einem versandhauskatalog bestellt hätte. mary war außer sich. ihr schneider, paul decker, hatte ihr versichert, dass es ein unikat sei. so verlief die unterhaltung eine ganze weile, dann kamen ally und der don zurück. ally machte einen ungeheuer glücklichen eindruck und bedankte sich bei ihrem neuen chef für die chance, bei ihm als zigarrenmädchen arbeiten zu dürfen. der don stellte noch ein paar stühle an mary ’s tisch, nachdem er höflich gefragt hatte, ob sie sich dazugesellen dürften. nun stellte sich don kendrone endlich mary vor. die plauderei begann und der don beugte sich vor, um leise raunend den damen einen selbstgebrannten scotch anzubieten. sophie lehnte erst ab, liess sich dann aber zu einen glas überreden. ally und mary waren sofort dabei. der don gab der kellnerin ein handzeichen und diese brachte dann die getränke. ahhh… mary stiess mit den anderen an und nahm einen tiefen schluck. ally und sophie stellten sich gegenseitig vor und verabredeten sich, sich zu duzen.

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mary erzählte im laufe des abends dem don, dass sie bei gericht angestellt wäre und direkt unter richter bush arbeiten würde. dieser wäre ja so eingespannt, dass sie nun viele amtsgeschäfte für ihn übernehme. ob der don den richter denn kennen würde. dieser bejahte und lobte den schmierig-korrupten richter als einen ehrlichen und gerechten mann. mary konnte sich ein amüsiertes lächeln nicht verkneifen. der don bot den damen an, dass er noch wohnungen frei hätte und man im hotel einen rabatt auf das zimmer bekommt, wenn die damen ihn als arbeitgeber erwähnen würden. beide lehnten ab, da sie schon ein zimmer gefunden hätten. ally verabschiedete sich und verliess den club. mary tat es ihr kurze zeit später nach. mit einem ordentlichen tempo sauste mary hochzufrieden nach hause. die spiele konnten beginnen!

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ooc: es war ein tolles rp und hat großen spass gemacht. vielen dank an alle. 🙂 die nächsten zwei tage kommt alma auf eschaton wieder zum zug. es gilt immer noch, die ein oder andere allmachtsphantasie umzusetzen. ;P

 

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3 Kommentare zu “der don und die mädchen / chicago 1928, staffel 1, episode 0.03

  1. nebulavacirca Dezember 11, 2012 um 12:51 Reply

    Ich glaube diese Allmachtsphantasien muss man Alma wirklich mal austreiben. 😉 Erstmal wird sie getauft. *g*

    • ganzbaf Dezember 11, 2012 um 13:30 Reply

      viel glück! ;P

      • nebulavacirca Dezember 11, 2012 um 13:34

        Ich brauch kein Glück, ich hab Gott auf meiner Seite….*lach* und zur not nen Gewehr im Schrank…

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