die vergangenheit und die gegenwart des james hudson / das steampunk-rp

james hudson ging aufgeregt in der bibliothek seines hauses am eaton place auf und ab. besser gesagt, seines verpfändeten hauses. die gläubiger setzten ihm mehr und mehr zu. verdammte pferdewetten, brauchte er doch das geld so dringend für seine expeditionen. das war nicht immer so, denn er wuchs in einer sehr wohlhabenden kaufmannsfamilie auf, deren stammbaum bis zu den stuarts zurückreicht. sicher, die familie hudson hatte ihren reichtum nicht nur auf rühmliche weise erworben. viele iren waren kurz vor dem verhungern, bevor sie ihren letzten besitz für einen apfel und ein ei an die hudsons veräußerten. ebenso war man auch groß im sklavengeschäft tätig. nun ja, von nichts kommt nichts. james sein vater verstarb im bett an einen herzanfall, nachdem er die finanzierung der studien seines sohnes abgelehnt hatte. das mag daran gelegen haben, dass in dem schlaftee digitalis beigemischt war, aber wer weiss das schon? doch james hatte kein glück, denn den großteil des vermögens hatte der vater seiner geliebten vermacht, einer stuart. seine mutter verstarb noch am tage der testamentseröffnung an gram und kummer, ohne digitalis. james bekam das haus und eine nicht so üppige barschaft, die aber zu schnell für die pferdewetten verbraucht war. nach und nach gab er das haus und die einrichtung in zahlung.

alles was er angestrebt hatte, einen adelstitel, ruhm, würde und anerkennung rückten in immer größerer ferne, wie seine kollegen ein wunder nach dem anderen in der vogelkunde aufdeckten und sich daran machten, die techniken der vögel für die fliegerei zu entdecken. dazu noch die horde an gläubigern… was sollte er tun? ein satz seines vaters fiel ihm plötzlich ein „mit speck fängt man mäuse“, so beschloss er, seine kollegen und die gläubiger zu einem opulenten dinner einzuladen. er verschickte einladungen an die drei forscher und fünf gläubiger. dann stellte er einen butler, eine köchin und eine servierkraft ein. der köchin teilte er mit, dass das essen in zwei tagen stattfindet und dass sie erst dann den zweiten gang zubereiten soll, wenn der erste beendet wäre. er selbst würde ihr dann die zutaten bringen. dann war es soweit, die herrschaften trafen ein und der butler führte sie zu der tafel. in der küche befahl james der köchin, im speiseraum nach dem rechten zu sehen, ob alles an seinem platz wäre. kaum, dass sie die küche verlassen hatte, nahm er ein fläschchen mit curare aus seiner tasche, dass er von einen seiner reisen mitgebracht hatte. dieses gift träufelte er in die suppenschüssel. er nahm eine zweite schüssel, füllte etwas von der ersten ab und stellte sie auf den küchentisch. das personal kam in die küche. der serviererin teilte er mit, den gästen die suppe aufzutragen und ihn bitte zu entschuldigen, er würde in 5 minuten zu ihnen stossen, sie mögen aber bitte schon ohne ihn anfangen. die köchin sollte derweil den küchentisch eindecken. nach kurzer zeit kam die servierin zurück und setzte sich mit dem butler und der köchin an den küchentisch und voller laute des entzückens, begannen alle ihre suppe zu schlabbern.

es dauerte nicht lang, da hörte man aus dem speisesaal das erste stöhnen, keuschen und poltern. dies setzte sich dann in der küche fort. james fühlte jedem den puls und stellte erfreut fest, dass alle tot waren. nachdem er aufgeräumt und abgewaschen hatte, war es nacht und er schleppte die leichen, nachdem er ihnen die barschaft abgenommen hatte, in den garten. dort verbuddelte er sie und pflanzte zur tarnung rosenstöcke darauf. durch lautes geschrei erwachte er am nächsten morgen, stand auf und schaute durch das fenster zum garten. diese verdammte windsor-töle hatte an der frischgegrabenen stelle gegraben und gliedmaßen der leichen freigelegt. und da kam auch schon der alte windsor, dieser gauner, angelaufen. der lief laut nach der polizei rufend weg und james zog sich sofort an. schnell packte er das nötigste inkl. den giftfläschchen in den rucksack, nahm den rest seiner barschaft, seinen zylinder und stock und rannte aus dem haus, hin zum hafen. nur weg, egal wohin. dort angekommen, sah er dass ein schiff gerade ablegen wollte und sprang noch in letzter minute auf die planke, bevor sie eingezogen wurde. der kapitän war davon nicht begeistern, liess sich aber von der hälfte von james barschaft milde stimmen.

kurz vor neu-tortuga schlich james in die kajüte vom kapitän, dessen schnarchen er schon draußen hören konnte, und erstach ihn im schlaf mit seinem stockdegen. dies tat er ebenso mit der schlafenden mannschaft und nahm sich dann die zwei wachhabenden einzeln vor. und wieder hatte er elf menschen auf sein gewissen geladen. dafür allerdings sehr vergnügt, filzte er die kajüten und mannschaftsräume und hatte nicht nur seine barschaft zurück, sondern sogar gewinn gemacht. das erbe einer kaufmannsfamilie. dann liess er das beiboot zu wasser, steckte das schiff in brand und ruderte wohbehalten zum land. dort angekommen machte er sich gleich auf den weg zu einer kaschemme und fragte dort nach einer passage auf einem schiff. man verwies ihn aber nur zu einem haus auf dem hügel, in dem ein kapitän zu finden sei, der ein luftschiff habe. nach einer gefühlten mount everest-besteigung und gefühlten tausend stufen war er am ziel angekommen, beruhigte seinen atem und klopfte an die tür. es erscholl ein „ja, herein!“

so betrat james den raum, wohl ein arbeitszimmer, wie es aussah und schaute sich im raum um. auf dem sofa sass eine schöne blonde dame, die wohl nicht wußte, wie man sich damenhaft zu setzen hat. am schreibtisch sass ein gefährlich wirkender mann mit zigarre, vermutlich der kapitän. und im raum, nun hinter james, stand ein weiterer mann, der beständig etwas von tesla-spulen faselte. so erzählte james dem kapitän, dass er vogelkundler und schmetterlingsforscher sei und dass kein unbekannter (er verschwieg geflissentlich, dass sein ruhm nun eher den steckbildern zu verdanken sei und im vereinigten königreich der galgen auf ihn wartet) und er eine überfahrt in anspruch nehmen möchte, um die wunderschönen geschöpfe des himmels zu studieren. der mann hinter ihm erklärte, dass er unbedingt das luftschiff sehen müsse und rannte grußlos nach draußen. ein seltsamer bursche! der kapitän muss in der zeit von james seiner verwunderung ebenfalls nach draußen gelaufen sein, um, wie später die schöne blonde berichtete, die hafenmeisterei aufzusuchen. die dame schien es, so erfuhr er im weiteren verlauf des gesprächs ebenso eilig zu haben, wie er selbst.

dann betrat ein weiterer herr das zimmer und fragte im rüden ton nach dem kapitän. die dame beantwortete noch seine fragen und verabschiedete sich, da sie auf das schiff mußte, um den, ihre worte, ivan zu kontrollieren. so war james mit dem unheimlich wirkenden fremden allein. dieser wurde jedoch freundlicher und stellte sich als herr daggerfall vor. durch die blume und die schilderung einen bedrohlich wirkenden szenarios liess er erkennen, dass er einen auftraggeber sucht, der ihn als leibwächter einstellen würde. james bedauerte ihm gegenüber, dass seine barschaft nur noch für die überfahrt reichen würde. danach hatte herr daggerfall es unglaublich eilig und verabschiedete sich. james begab sich ebenfalls nach draußen, um eine preisgünstige schlafstätte zu suchen.

ooc:

wie schon im kommentar in zasta ’s blog geschrieben, bedauere ich sehr, dass ich erst um 21:30 uhr aufschlagen konnte. das rl hatte mir einen ziemlichen strich durch die rechnung gemacht. wie so oft habe ich vergessen, bilder zu machen. aber schaut bei zasta nach, der macht eh schönere.  mir hat das rp sehr gefallen. Adran danke ich sehr für seinen tip mit der zigarre. die brauche ich zwar nicht für das rp, aber ich habe sie einer gestalt von mir spendiert. hier nun doch noch zwei bilder:

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