heidi auf der jagd / eschaton die fünfte

heidi erwachte, reckte und streckte sich voller tatendrang. ins nebenzimmer schlurfend stellte sie fest, der käfig war leer. vielleicht hatte der oberst die ur-probantin im blutrausch getötet. immerhin versprach das eine ordentliche mahlzeit zu geben. so machte sie sich an den aufstieg an die oberfläche und schaute sich oben um. weit und breit keine mutantenseele. sie erklomm eine empore an einer hütte und setzte sich auf die couch. alice sollte heute einen soldaten abliefern. also wartete heidi und begann mit der fertigung weiterer skalpelle. alice ihr haar war gut, schön stabil, um die griffschalen um mit dem metallsplitter zu befestigen.

 

alice kam nicht! ebenso wenig die ware. erbost werkelte heidi weiter. als hätte eine mutantin mit allmachtsansprüchen nichts besseres zu  tun. doch da, obacht, ihre kniezunge witterte eine menschin in der nähe der bombe. eine genaue richtung liess sich mit der zunge nicht bestimmen, aber immerhin die ungefähre. voller tatendrang kam heidi auf die beine, füllte noch eine bierflasche mit wasser am brunnen und verschloss sie, diese in ihre tasche verstauend. dann begab sie sich auf den beschwerlichen weg. dort angekommen, witterte sie den gestank der menschin umso mehr. die hatte sich in einer kuhle versteckt und robbte auf den hintern mit dem rücken gegen die felswand. heidi erinnerte sich daran, dass manche tiere das auch machen, mit dem po über den boden schurrend, vielleicht weil es sie juckte. die menschin betrachtend, sinnierte sie darüber, dass sie wirklich ein tier war. nur als nahrung und forschungsobjekt nützlich. diese schmutzige kreatur weiter betrachtend, fiel heidi ein, dass es sich um die küchenhilfe aus der suppenküche handeln mußte. ihr name war flo und sie sah alles andere als gesund aus.

 

flo glotzte sie an und heidi witterte ihre angst. heidi bot ihr das wasser an und versuchte sie davon zu überzeugen, ihr ins lager zu folgen, wo sie sie pflegen könnte und wo flo sich erholen kann. aber flo ihre ganze haltung war mißtrauen und sie erzählte ständig davon, dass sie weiter müsse. selbst wie heidi log, dass sie nur gutes im sinn habe und alice sogar ihr letztes verbandsmaterial gegeben habe. aber die menschin war kraftlos, taugte nicht mal viel als beutetier. sie mußte unter die erde und brauchte wasser. also drohte ihr heidi, dass sie ihre kniescheibe zerschlagen werde oder ihre sehnen durchschneiden würde, damit sie grausam verblute und so zumindest noch als braten dienen würde. diese menschin weigerte sich noch immer! erst wie die klingen aus dem stab fuhren, resignierte sie und ging taumelnd vorneweg richtung mutantenlager. nun konnte heidi mit dem lahmen bein nicht gar so schnell hinterher, zumal sie den stab durch die ausgefahrenen klingen nicht als stütze nehmen konnte.

 

auf der anhöhe zum lager, blieb probantin #1 stehen, heidi kam schnaufend angestolpert. doch dann begann dieses biest, das seine erschöpfung scheinbar nur vorgegaukelt hatte, richtung suppenküche zu rennen. heidi brüllte vor hass und wut, sich darüber bewußt, dass sie sie nicht einholen kann. sie könnte zwar den stab wie einen speer werfen, würde sie aber nicht treffen, dann wäre dieser möglicherweise in den händen der feinde. so machte sie sich frustriert und wütend auf den weg runter ins leere lager um zu regenrieren. es war an der zeit, den beiden viechern, alice und flo, zu zeigen, wo es langgeht. der oberst wird wissen, was zu tun ist. mit einem irren grinsen auf den lippen trudelte heidi in die traumwelt.

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